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KAOLIN — Concept Design für eine Keramikmanufaktur.

Von der Marke und Bildwelt über das Sortiment hin zu einem erlebbaren Shop.

Der KAOLIN-Shop auf einem MacBook — die Sand-Kollektion im Nachmittagslicht

KAOLIN ist ein Concept Design für einen Keramik-Onlineshop. Strategie, Marke, Bildwelt und Umsetzung liegen bei uns; Formen, Glasuren, Maße und Preise haben wir selbst entwickelt. Der Shop führt zwei Kollektionen über mehrere Ebenen: Kollektionsseiten, Produktseiten, Journal und Checkout. Jedes Stück trägt einen eigenen Text und eine eigene Aufnahme.

Die Produktfotos sind KI-erzeugt, die Inszenierung stammt von uns. Schwer ist nicht die einzelne Aufnahme, sondern die Reihe: gleiches Licht, dieselbe Stimme in allen Texten, keine Angabe zweimal anders. Sonst zerfällt der Eindruck genau dort, wo jemand genauer hinsieht.

Die KAOLIN-Marke über dem Schriftzug, wie im Kopf des Shops

Zwei Glasuren als Achse, an der sich Auswahl, Bilder und Sprache ausrichten.

Die erste Entscheidung war zugleich die schwerste: wonach der Shop sortiert. KAOLIN präsentiert das Sortiment nach Glasur — Kollektionen statt Formen oder Preisen —, ein Merkmal, das auf jedem Bild wirkt, ohne dass jemand eine Beschreibung lesen muss. Jede Kollektion bekommt dazu ihren eigenen Grund, aus der Glasur abgeleitet und in jede Aufnahme hineingebaut. So lassen sich die Kollektionen einordnen, bevor das Bild ganz gelesen ist.

Die zweite war die Markenstrategie und die Bildsprache: zehn Produkte, die aussehen müssen, als kämen sie aus derselben Werkstatt. Marke, Inszenierung und Ton entstehen deshalb gemeinsam. Das Designsystem trägt anschließend nicht nur die Produktseiten, sondern auch Journal, Über uns, Kontakt und Checkout. Es ist auf das Wesentliche reduziert, stellt die handgefertigten Produkte in den Fokus und führt den Nutzer durch die Seite.

Die Kollektionsseite auf dem Telefon

Ein Shop, dessen Ordnung man sieht, bevor man sie liest.

Beide Kollektionen nebeneinander auf zwei Telefonen

Neben den Inhalten haben wir die Architektur und die Wege zum Kauf entworfen: Das Journal liefert den Anlass, die Kollektionsseite macht aus Interesse eine Entscheidung, die Produktseite beantwortet die letzten offenen Fragen vor dem Kauf. Dazu eine Bildwelt, die das Geschirr vorführt und im Gebrauch zeigt — auf gedeckten Tischen, in Händen, mit Essen darin. Ein Lookbook wäre schneller gewesen und hätte weniger gezeigt.

Vier Wochen lagen zwischen der ersten Entscheidung und der letzten Seite. Was daraus wurde, wirkt nicht wie ein Entwurf, sondern wie eine Manufaktur, die seit Jahren so arbeitet. Das ist der Punkt an einem Konzeptprojekt: Es zeigt, was möglich ist, an etwas, das man benutzen kann.

Der Shop über Laptop, Tablet und Telefon hinweg
Die Journal-Strecke „In use" im gehaltenen iPad
Die Oyster-Kollektion auf dem iPhone
Umfang
24 Seiten · 2 Kollektionen · 10 Stücke
Technik
Next.js 16 · React 19 · Tailwind 4
Bildwelt
Vollständig erzeugt · über Ankerbilder geführt

Diese Seite zeigt Momentaufnahmen zur Veranschaulichung. Was ein Projekt wirklich ausmacht und wie es sich anfühlt, lässt sich kaum abbilden: Tempo, Übergänge, das Zusammenspiel. Genau daran arbeiten wir am längsten.

Das Leben ist zu kurz für langweilige Projekte. Mach den ersten Schritt und erzähl uns von deiner Idee.